Standard - von den Silberzwergen, Zwergschnauzer schwarz/silber, Zucht und Ausstellung

Offiziell vom Veterinäramt genehmigte Zucht nach Paragraph 11 Abs.1 Nr.8a!
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RASSEPORTRAIT






Rasseportrait des Zwergschnauzers

Wesen des Zwergschnauzers
Der Zwergschnauzer verfügt über ein hoch entwickeltes Temperament, das sich in Reaktionsheftigkeit und -Schnelligkeit auf Reize äußert. Er ist immer zum Spielen aufgelegt. Man schafft es kaum, ihn durch Toben oder Laufen müde zu bekommen. Doch er ist auch in der Wohnung, wenn gerade niemand Zeit für ihn hat, ein ruhiger Hund. Zwergschnauzer sind lebhaft, beweglich, blitzschnell, sehr treu gegenüber ihrer Menschen und immer bei der Sache, allerdings ohne die nervöse Unruhe und den unbesonnen Eifer, der anderen Rassen häufig eigen ist. Zwergschnauzer sind klug, sie handeln ruhig, überlegt und setzen ihre Kraft sowie ihre Aufmerksamkeit planmäßig ein.
Mit seinem Temperament verbindet sich hervorragend ein anderer Wesenszug des Zwergschnauzers: sein Mut. Selbst ohne äußeren Zwang hält er Gefahren ausdauernd Stand bzw. versucht ihnen selbstständig entgegen zu treten.

Eigenschaften des Zwergschnauzers
Ihre Größe von 30 bis 35 cm macht Zwergschnauzer sowohl zu angenehmen Hunden in der Wohnung, als auch zu aufmerksamen Bewachern von Haus und Hof. Hochentwickelte Sinnesorgane, Klugheit, blitzartige Schnelligkeit, erstaunlicher Mut, zähe, sehnige Kraft, nie wankende Treue zur Familie, Ausdauer und eine große Ausbildungsfähigkeit in Verbindung mit der Widerstandsfähigkeit gegen widrige Witterungsverhältnisse sind hervorstechende Eigenschaften, die die Gesamterscheinung des Zwergschnauzers charakterisieren. Diese Eigenschaften befähigen ihn zu einigen Leistungen, die sonst nur den großen Rassen vorbehalten sind.

Verwendungsmöglichkeiten des Zwergschnauzers
Durch seine ausgezeichneten Eigenschaften und vorteilhaften Wesenszüge lässt sich der Zwergschnauzer leicht zum Begleithund, Wachhund oder Fährtenhund ausbilden. Selbst eine Ausdauerprüfung, bei der er 10 km neben dem Fahrrad herläuft, ist für einen Zwergschnauzer, mit etwas Übung und kleinen Pausen, leicht zu bewältigen. Er fühlt sich in Gesellschaft von Kindern sehr wohl und ist ihnen ein williger Spielgefährte und ein guter Aufpasser.


Zwergschnauzer Standard
(FCI - Standard Nr. 183 / / D)

URSPRUNG: 
Deutschland.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES: 
06. 04. 2000

VERWENDUNG: 
Haus- und Begleithund.

KLASSIFIKATION FCI: 
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde und andere Rassen.
Sektion 1 Pinscher und Schnauzer
Ohne Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:
Um die Jahrhundertwende machte ein Schnauzerzwerg aus dem Raume Frankfurt/M. seinen Weg, damals noch als rauhhaariger Zwergpinscher bezeichnet. Es war keine leichte Aufgabe, aus den verschiedenen Formen, Grössen und Typen und dem Wirrwarr der harten, weichen und seidigen Haarstrukturen einen Kleinhund zu schaffen, der dem Exterieur und den Wesensqualitäten seines grösseren Bruders, dem Schnauzer, voll entsprach.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Klein, kräftig, eher gedrungen als schlank, rauhhaarig, elegant, das verkleinerte Abbild des Schnauzers, ohne die Mängel zwerghafter Erscheinungen.

WICHTIGE PROPORTIONEN:
• Quadratischer Bau, wobei die Widerristhöhe etwa der Rumpflänge entspricht.
• Die Gesamtlänge des Kopfes (Nasenspitze bis Hinterhauptbein) entspricht der Hälfte der Rückenlänge (Widerrist bis Rutenansatz).

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN):
Seine Wesenszüge entsprechen denen des Schnauzers und werden durch Temperament und Gebaren eines Kleinhundes geprägt. Klugheit, Unerschrockenheit, Ausdauer und Wachsamkeit machen den Zwergschnauzer zum angenehmen Haushund wie auch zum Wach- und Begleithund, der auch in einer kleinen Wohnung problemlos gehalten werden kann.
KOPF:
Schädel:


 

Gesichtsschädel:


















HALS:



KÖRPER:



















GLIEDMASSEN:
Vorderhand:






















Hinterhand: 




















Haut / Haarkleid:



























GRÖßE/GEWICHT:




FEHLER:

























SCHWERE FEHLER:











AUSSCHLIESSENDE
FEHLER:












Kräftig und langgestreckt, ohne stark hervortretendes Hinterhauptbein. Der Kopf soll zur Wucht des Hundes passen. Die Stirn ist flach und verläuft faltenlos und parallel zum Nasenrücken.
Stop
Erscheint durch die Brauen deutlich ausgeprägt.
Nasenschwamm
Die Nasenkuppe ist gut ausgebildet und stets schwarz.
Fang
Er endet in einem stumpfen Keil. Der Nasenrücken ist gerade.
Lefzen
Schwarz, fest und glatt an den Kiefern anliegend, Lefzenwinkel geschlossen.
Kiefer / Zähne: 
Kräftiger Ober- und Unterkiefer. Das vollständige Scherengebiss (42 Zähne gemäss der Zahnformel) ist kräftig entwickelt, gut schliessend und rein weiss. Die Kaumuskulatur ist kräftig entwickelt, doch darf keine stark ausgebildete Backenbildung die rechteckige Kopfform (mit Bart) stören.
Augen
Mittelgross, oval, nach vorne gerichtet, dunkel, mit lebhaftem Ausdruck; Lider gut anliegend.
Ohren
Klappohren, V-förmig, hoch angesetzt und gleichmässig getragen, die Ohrinnenkanten an den Wangen anliegend, noch vorn in Richtung Schläfe gedreht, wobei die parallele Faltung den Oberkopf nicht überragen soll.

Der muskulöse Nacken ist erhaben gewölbt. Der Hals geht harmonisch in den Widerrist über. Kräftig aufgesetzt, schlank, edel geschwungen und zur Wucht des Hundes passend. Die Kehlhaut liegt straff und faltenlos an.

Obere Profillinie
Vom Widerrist ausgehend, nach hinten leicht abfallend
Widerrist
Bildet die höchste Stelle der Oberlinie
Rücken
Kräftig, kurz und stramm.
Lenden
Kurz, kräftig und tief. Der Abstand vom letzten Rippenbogen bis zur Hüfte ist kurz, damit der Hund kompakt wirkt.
Kruppe
In leichter Rundung verlaufend, unmerklich in den Rutenansatz übergehend.
Brust
Mässig breit, im Querschnitt oval, bis zu den Ellenbogen reichend. Die Vorbrust ist durch die Brustbeinspitze markant ausgebildet.
Untere Profillinie und Bauch
Flanken nicht übermässig aufgezogen, mit der Unterseite des Brustkorbes eine schön geschwungene Linie bildend.
Rute:
Naturbelassen


Allgemeines: 
Die Vorderläufe sind, von vorn gesehen, stämmig, gerade und nicht eng gestellt. Die Unterarme stehen, seitlich gesehen, gerade.
Schultern
Das Schulterblatt liegt fest dem Brustkorb an, ist beiderseits der Schulterblattgräte gut bemuskelt und überragt oben die Dornfortsätze der Brustwirbel. Möglichst schräg und gut zurückgelagert, beträgt der Winkel zur Waagrechten ca. 50°.
Oberarm
Gut am Rumpf anliegend, kräftig und muskulös, Winkel zum Schulterblatt etwa 
95° bis 105°.
Ellenbogen
Gut anliegend, weder aus- noch einwärts drehend.
Unterarm
Von allen Seiten gesehen völlig gerade, kräftig entwickelt und gut bemuskelt.
Vorderfusswurzelgelenk
Kräftig, stabil, sich nur unwesentlich von der Struktur des Unterarms abhebend.
Vordermittelfuss
Von vorn gesehen senkrecht, von der Seite betrachtet leicht schräg zum Boden stehend, kräftig und leicht federnd.
Vorderpfoten
Kurz und rund, Zehen eng aneinanderliegend und gewölbt (Katzenpfoten), mit kurzen, dunkeln Nägeln und derben Ballen.

Allgemeines: 
Von der Seite gesehen schräg gestellt, von hinten gesehen parallel verlaufend, nicht eng gestellt.
Oberschenkel: 
Mässig lang, breit und kräftig bemuskelt.
Knie
Weder ein- noch auswärts gedreht.
Unterschenkel
Lang und kräftig, sehnig, in ein kraftvolles Sprunggelenk übergehend.
Sprunggelenk
Ausgeprägt gewinkelt, kräftig, stabil, weder nach innen noch nach aussen gerichtet.
Hintermittelfuss
Kurz und senkrecht zum Boden stehend.
Hinterpfoten
Zehen kurz, gewölbt und eng aneinanderliegend; Nägel kurz und schwarz.
Gangwerk:
Elastisch, elegant, wendig, frei und raumgreifend. Die Vorderläufe schwingen möglichst weit vor, die Hinterhand gibt - weit ausgreifend und federnd - die erforderliche Schubkraft. Der Vorderlauf der einen und der Hinterlauf der anderen Seite werden zugleich nach vorne geführt. Rücken, Bänder und Gelenke sind fest.

Haut:
Am ganzen Körper eng anliegend.
Haar
Das Haar soll drahtig hart und dicht sein. Es besteht aus einer dichten Unterwolle und dem keineswegs zu kurzen, harten, am Körper gut anliegenden Deckhaar. Das Deckhaar ist rauh, lang genug, um seine Textur überprüfen zu können, weder struppig noch gewellt. Das Haar an den Läufen neigt dazu, nicht ganz so hart zu sein. An der Stirn und den Ohren ist es kurz. Als typisches Kennzeichen bildet es am Fang den nicht zu weichen Bart und die buschigen Brauen, die die Augen leicht überschatten.
Farbe:
• Rein schwarz mit schwarzer Unterwolle.
Pfeffersalz.
Schwarzsilber.
Rein weiss mit weisser Unterwolle.

Für pfeffersalzfarbig gilt als Zuchtziel eine mittlere Tönung mit gleichmässig verteilter, gut pigmentierter Pfefferung und grauer Unterwolle. Zugelassen sind die Farbnuancen vom dunklen Eisengrau bis zum Silbergrau. Alle Farbspiele müssen eine den Ausdruck unterstreichende dunkle Maske aufweisen, die sich harmonisch dem jeweiligen Farbschlag anpassen soll. Deutlich helle Abzeichen am Kopf, auf der Brust und an den Läufen sind unerwünscht.
Für die schwarzsilberne Farbe gilt als Zuchtziel schwarzes Deckhaar mit schwarzer Unterwolle; weisse Abzeichen über den Augen, an den Backen, am Bart, an der Kehle, an der Vorderseite der Brust zwei geteilte Dreiecke, am Mittelfuss der Vorderläufe, an den Pfoten, an der Innenseite der Hinterläufe und am After. Stirn, Nacken und Aussenseiten der Ohren sollen, wie das Deckhaar, schwarz sein.

Widerristhöhe
Rüden und Hündinnen zwischen 30 und 35 cm.
Gewicht
Rüden und Hündinnen ca. 4,5 bis 7 kg.

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Insbesondere:
• Schwerer oder runder Oberkopf.
• Stirnfalten.
• Kurzer, spitzer oder schmaler Fang.
• Zangengebiss.
• Stark hervortretende Backen oder Backenknochen.
• Helle, zu grosse oder runde Augen.
• Tief angesetzte oder sehr lange, unterschiedlich getragene Ohren.
• Lose Kehlhaut.
• Wamme, schmaler Halsrücken.
• Zu langer, aufgezogener oder weicher Rücken.
• Karpfenrücken.
• Abfallende Kruppe.
• Zum Kopf hin geneigter Rutenansatz.
• Lange Pfoten.
• Passgang.
• Zu kurzes, langes, weiches, gewelltes, zottiges oder seidiges Haar.
• Braune Unterwolle.
• Bei Pfeffersalzfarbigen: Aalstrich oder schwarzer Sattel.
• Nicht sauber voneinander getrennte Brustdreiecke bei Schwarzsilber.
•Über- oder Untergrösse bis zu 1 cm.

Insbesondere:
• Plumper oder leichter, niedriger oder hochläufiger Bau.
• Umgekehrtes Geschlechtsgepräge (z.B. rüdenhafte Hündin).
• Nach aussen gedrehte Ellenbogen.
• Steile oder fassbeinige Hinterhand.
• Zu langer Unterschenkel.
• Nach innen gedrehte Sprunggelenke.
• Zu kurzer Hintermittelfuss.
• Weisses oder fleckiges Haar bei den Farbschlägen schwarz und pfeffersalz.
• Fleckiges Haar bei den Farbschlägen schwarzsilber und weiss.
• Über- oder Untergrösse von mehr als 1 cm und weniger als 2 cm.


Insbesondere:
• Missbildungen jeglicher Art.
• Mangelhafter Typ.
• Gebissfehler wie Vorbiss, Rückbiss, Kreuzbiss.
• Grobe Fehler in den einzelnen Regionen wie Gebäudefehler, Haar- und Farbfehler.
• Über- oder Untergrösse von mehr als 2 cm.
• Scheues, aggressives, bösartiges, übertrieben misstrauisches, nervöses Verhalten.


Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.



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